Zukunft des Wäschewaschens

 

Die Frage, wie wir im nächsten Jahrtausend waschen werden, lässt sich anhand der Analyse der wichtigsten Parameter der Waschumwelt - das sind Wäsche, Waschmaschine und Waschmittel - beantworten.

 

Textilien:

Die Weltbevölkerung hat sich seit 1900 verdreifacht und lag im Jahr 2000 bei 6,3 Milliarden Menschen. Der Pro-Kopf- Verbrauch an Textilfasern lag bei 2,5 kg im Vergleich zu 8 kg (50 Millionen Tonnen) im Jahr 2000. Anbauflächen müssen gegebenenfalls für Nahrungsmittel genutzt werden, trotzdem wird die Baumwolle ihre dominierende Stellung am Markt behalten. Die Produktion von synthetischen Fasern wird zunehmen, sie ist der Garant für die Versorgung der Menschen mit Textilien.

 

Prognosen:

- Keine neue Basisfasern.

- Das Verhältnis von Baumwolle und synthetischen Fasern für Textilien wird 
  bei 50:50 liegen.

- Mischungen aus natürlichen und synthetischen Fasern werden zunehmen.

- Der Verbrauch an bunten Textilien nimmt weiter zu.

- Die Bedeutung von Freizeit-, Sport- und Arbeitsbekleidung nimmt weiter zu
  und vermehrt den generell ansteigenden Teil der waschbaren Oberbekleidung.

 

Waschmaschinen

- Die Zukunft gehört der neuen Maschinengeneration (niedriger Wasserstand,
  Pumpsysteme...).

- Neue Steuerungen (Fuzzilogic) werden u.a. die Schmutzbelastung der Wasch-
  flotte messen und den Schwemmprozess optimieren.

- Kleinere Waschmaschinen werden an Bedeutung gewinnen. (Zunahme der
  Single- Haushalte)

- Keine Chancen gibt man den Mehrkomponentenmaschinen und dem Waschen
  mit Ultraschall.

 

Waschmittelentwicklung

- Noch bessere Anpassung an die ökologischen Anforderungen (Produkt, 
  Produktion und Verpackung).

- Enzymtechnologie wird neue Perspektiven für umwelt- und faserschonende
  Waschmittel öffnen.  

- Zeolithe werden ihre führende Rolle am Weltmarkt behaupten. Kombinationen
  mit silikatischen Verbindungen (z.B. Schichtsilikate) könnten interessant
  werden.

- Fettalkoholsulfate auf Basis nativer und synthetischer Fettalkohole werden an
  Bedeutung zunehmen.

- Natriumpercarbonat könnte in Zukunft das Natriumperborat substituieren.

- Der Trend zu konzentrierten Produkten (Perls, Tabs etc.) hält an.

- Neue Verpackungstechnologien und Einsatz recycelbarer Kunststoffe werden
  zur Verringerung der Müllbelastung beitragen.