Bügelfaktoren

Temperatur, Druck, Kontaktzeit, Feuchtigkeit

 

Glätte, Glanz und Form der Wäsche sind abhängig von Temperatur, Druck und Kontaktzeit der Bügelgeräte, sowie dem Feuchtigkeitsgehalt der Fasern. Die Faktoren ergänzen sich und wirken zusammen. Wärme macht das Bügelgut leicht formbar.

 

Je höher die Temperatur, umso beständiger ist die Verformung. Gute Ergebnisse erreicht man bei Temperaturen, die so hoch sind, dass sie noch von der Faser vertragen werden, ohne zu sengen bzw. die Fasern anzuschmelzen. Der Wärmestrom in das Bügelgut richtet sich nach der Dichte des Textils und der spezifischen Heizleistung des Bügelgerätes, dem Wärmenachschub.

 

Der Druck auf das Bügelgut und die Kontaktzeit sind die Einflussgrößen der mechanischen Einwirkung. Die Kontaktzeit ergibt sich beim Bügeln daraus, wie oft und wie lange ein bestimmter Punkt des Bügelgutes überstrichen wird. Der Bügeldruck muss bei Bügelmaschinen eine Mindestgröße von 0,25 N/cm2 haben. Beim Bügeleisen wird fehlender Druck durch eine höhere spezifische Heizleistung weitgehend ausgeglichen. Die spezifische Heizleistung beträgt hier 5 bis 8 W/cm2.

 

Der Einsatz von Feuchtigkeit verbessert das Ergebnis. Die Feuchtigkeit wird z. B. durch Einsprengen der Wäsche vor dem Bügeln oder durch Bedampfen während des Bügelns zugeführt.